Vlasitz & Zodl

Vom Nutzen der Bäume und Sträucher

Vom Nutzen der Bäume und Sträucher

Über die Nutzung des Laubs, Baumwassers, der Knospen, der Früchte und des Reisigs

Vielfach wird der Nutzen unserer Bäume ausschließlich auf den Holzwert reduziert. Die Wertschätzung liegt in der Schönheit und ökologischen Bedeutung für den Naturhaushalt und die Gesundheit des Menschen. Doch erzählen uns die Vorgenerationen ebenso viele brauchbare Möglichkeiten der Nichtholznutzungen, welche den Wert unserer Gehölze in einem andern Licht erscheinen läßt.

Im Frühjahr nutzte man vornehmlich von Birke und Ahorn den energiereichen Baumsaft, um diesen als Süßungsmittel zu nutzen. Von einigen Arten sammelte man die Winter- und die Frühjahrsknospen und nutzte die Blätter als Nahrung wie z.B. zur Sauerkrautbereitung, als Nahrungsstreckmittel und für Heilzwecke. Waren die Blätter vollständig entfaltet, schneitelte man das Laubwerk in ganz Europa für den Wintervorrat an Viehfutter. Auch das Falllaub gebrauchte man als Tierfutter und Einstreu oder als Füllmaterial für Matratze und Tuchent. Viele Früchte wurden als Nahrung aufbereitet oder zur Tiermast verwendet und das Reisig und die Rinde dienten als mineralstoffreiches Streckmittel unserer Nahrung.

Der praktische Nutzen unserer Bäume soll im zweiteiligen Seminar übersichtsmäßig dargestellt werden. Bei den Theorieteilen fließen praktische Erfahrungen ein. Am Nachmittag gehen wir einzelne Gehölze im Gelände durch und erläutern anhand der vorhandenen Gehölze die Nutzungsmöglichkeiten. Das Baumwissen soll in Verantwortung an die nächsten Generationen weitervermittelt werden.

Seminar-Schwerpunkte Teil 1

- Geschichtlicher Rückblick der Gehölznutzungen
- Die Schneitelkultur ist die älteste Form der agrarischen Landnutzung
- Bäuerliche Baumnutzungen als Vorbild für Gartenanlagen
- Das Schneiteln: Wie erntet man Laubheu für die Tierfütterung?
- Baumwassergewinnung und Gehölzeignung
- Falllaubnutzungen und Laubfermentierung
- Gehalte und Heilwirkungen der Laubarten
- Bedeutung des Laubs als Mineralstofflieferant für Tier und Mensch

Seminar-Schwerpunkte Teil 2

- Über die Speiselaubkultur
- Welche Baumknospen sind nutzbar?
- Welche Blätter können kulinarisch genutzt werden und bis zu welchem Zeitraum sind Baumblätter als Speiselaub nutzbar?
- Verwertung der Blätter, Knospen und Rinde in der Küche
- Eichel- und Mistelnutzung, Wildobst- und Nussfrüchte
- Gebrauch des Reisigs, der Rinden und Wurzeln

Zielgruppe

All jene, die umsetzbares Gebrauchswissen über die Bäume erfahren möchten

Das Besondere

- altes Wissen der Nebenprodukte unserer Bäume wiederentdecken
- spezielle und erprobte Praxis-Kenntnisse, welche wieder zu neuen Ehren kommen

Ihr Trainer

Dipl.Ing. Dr. Michael Machatschek
Forschungsstelle für Landschafts- und Vegetationskunde (Hermagor)
Freiberuflicher Landschaftsökologe und Wanderforscher

Termin

23.03.2018 (Teil 1) und 24.03.2018 (Teil 2)

Dauer

09.00-16.00 Uhr

Anmeldeschluss

10 Tage vor dem Termin

Seminarort

Wien, Seminarraum von "Vlasitz & Zodl", Botanischer Garten

Kombiangebot

Achtung: die beiden Tage sind getrennt voneinander buchbar!
Kombiangebot: bei Buchung beider Tage erhalten Sie -10%.

Datum Dauer Ort CEU's Preis
23.+24.03.2018 7 Stunden Wien - EUR 140,- (117,- netto) pro Tag
Preis inkl. Skriptum, Pausengetränke

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Literaturempfehlungen
"Kochbücher"
"Das geheime Leben der Bäume"
"Räuchern"
"Aromaöle aus Bäumen"

HOTELS/PENSIONEN im Umkreis des Seminarortes (Seminarraum von "Vlasitz & Zodl")
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